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Weingarten

Rebreihen im Sommer, Bäume im Hintergrund, Bewölkung

Vierzig Tage im Winter, jeden Stock einzeln. Hans entscheidet pro Rebe — welche Triebe bleiben, welche kommen weg, wie die Last aufgebaut wird. Werkzeug klein und scharf, ein Sekateur und eine Astschere. Keine Maschine, keine pneumatische Hilfe. Es ist die Arbeit, die das ganze Jahr beeinflusst — wer hier eilig ist, holt sich Probleme im Sommer.

Im Frühjahr binden wir die Triebe auf den Draht, eine Etappe pro Woche, weil die Triebe unterschiedlich schnell wachsen. Im Sommer reduzieren wir das Laub um die Trauben — mehr Luft, mehr Sonne, weniger Pilzdruck. Wo die Trauben zu dicht wachsen, wird ausgedünnt: weniger Beeren am Stock heißt reifere, konzentriertere Trauben im Herbst.

Sechs Hektar verteilt auf acht Rieden in Teesdorf, Leobersdorf, Baden und Tattendorf. Klassisches Guyot-System, in der Thermenregion seit Generationen die Standard-Erziehung. Pflanzdichte zwischen 5.000 und 6.500 Stöcken pro Hektar — je nach Lage und Sorte. Bei alten Pflanzungen wie der Frivolo-Ried in Baden auch deutlich mehr.

Pflanzenschutz