# Lese

Lese im Morgengrauen, Kühlung im Keller, verarbeitet am Folgetag.

## Lese

Im September und Oktober jedes Jahr, je nach Sorte und Reife, über 25 Hektar. Wir starten im Morgengrauen, weil die Trauben dann kühl sind und beim Eintreffen im Keller nicht oxidieren.

{/*
  IT-2517 (Hans 11.09.2026, woertlich): Handlese streichen generell ueberall, wir
  steigen langsam auf mehr und mehr Maschinenernte um, letztes Jahr noch 5 %, heuer
  schon 40 %, Tendenz steigend. Die Zahl 95 Prozent gilt damit nur bis 2025; wer
  hier eine neue Prozentzahl schreibt, fragt Hans nach dem aktuellen Jahr.

  IT-3035 (Hans 24.09.2026): „Hand und Maschine beide weglassen". Die Seite
  sagt deshalb nicht mehr, WIE gelesen wird; auch der Abschnitt „Selektion am
  Lesewagen" ist weg, weil er die Handlese voraussetzt.
*/}

{/*
  IT-1227 — hier stand bis 10.08.2026 „Keine Maschine, alle sechs Hektar".
  ZWEI Fehler in einem Satz, beide erst beim Nachziehen der Flaeche aufgefallen:

  1. Die Flaeche ist 25 ha, nicht 6 (Hans 10.08., gestuetzt vom
     Pflanzenschutz-Spritzplan 2026, der durchgehend auf 25 ha rechnet).
  2. „Keine Maschine" widersprach der Keller-Seite, die „95 Prozent der
     Trauben kommen von Hand" sagt — und damit Hans' Diktat („wir haben
     bisher 95 % Handlese"). Fuenf Prozent sind es eben nicht.

  Der Satz stand vermutlich jahrelang so da. Aufgefallen ist er nur, weil eine
  ANDERE Zahl geprueft wurde — dieselbe Lehre wie bei den vier Widerspruechen
  vom 10.08.: ein Bestandstext, den niemand gegen die Wirklichkeit haelt,
  altert unbemerkt.
*/}

## Kühlung und Verarbeitung

Innerhalb von zwei Stunden nach der Lese sind die Trauben im Keller. Kühlraum auf 8 °C, Trauben über Nacht herunterkühlen, am Folgetag verarbeitet. Diese Kühlphase ist der Unterschied zwischen einem aromatischen und einem flachen Wein. Sie braucht keinen großen technischen Aufwand, nur die Disziplin, die Trauben nicht warm in den Tank zu kippen.

## Warum die Maische so kalt ist

An heißen Lesetagen kommen die Trauben warm herein. 2018 waren es 25 bis 30 Grad, der Kühlraum allein kam da nicht nach. Seit 2019 läuft die Maische deshalb durch einen Rohrwärmetauscher: ein Rohr im Rohr, dazwischen Kühlflüssigkeit, die sie auf unter 15 °C bringt. So kann sie auch an warmen Tagen vier bis zwölf Stunden stehen, manchmal eine ganze Nacht.

Seit 2023 regelt eine neue Kühlsteuerung das ganze Presshaus. Im Kühlraum stehen Tanks mit Kühlplatten, in denen sich der Most in Ruhe absetzt, bevor er gärt.

## Was nach der Lese passiert

Im Presshaus zupft der Rebler die Beeren von den Stielen, eine Schlauchpumpe bringt die Maische weiter. Die Weißweine kommen nach der Standzeit in die Presse, die Rotweine gären auf der Maische und bleiben danach noch zehn bis zwanzig Tage darauf. Wie es im Keller für jede Linie weitergeht, steht in der [Weinbereitung](/weingut/weinbereitung/).

{/* IT-4483 (Gerald 19.10.2026, mehr Text): Quellen Hans' Diktat 09.08.2026
    (2018 Lesegut 25 bis 30 Grad, Rohrwärmetauscher 2019 als Rohr im Rohr mit
    Kühlflüssigkeit, Standzeit vier bis zwölf Stunden, teils eine Nacht),
    Meilensteine 2019 und 2023 (`config/meilensteine.ts`), Weinbereitung
    (`lib/weinbereitung.ts`). Hand und Maschine bleiben weg (Hans 24.09.2026). */}

{/* hausstil-geprueft [IT-3035] */}
